Montag, 7. September 2026

Gurken-Sellerie-Salat mit Kapern und Salzzitrone

Der Star auf diesem Teller ist der Salat und der schmeckt alleine oder passt zu vielen Begleitern. Bei uns gab es dazu Lachs. Jeder andere Fisch schmeckt ebenfalls dazu, oder Geflügel oder Schwein oder Käse wie Mozzarella oder Hallumi.

Das schönste an diesem Salat ist aber, dass er schnell gemacht ist und Schätze aus dem Vorrat zum Einsatz kommen. Ich mache sehr gerne ein, aber manchmal gelingt es mir nicht, die Sachen dann auch auf den Tisch zu bringen. Hier war jetzt die schöne Gelegenheit, dass die Salzzitrone und die gepickelten Zwiebeln das Glas verlassen konnten. 

Die Gurke war aus dem Garten, wie auch die Minze und der Verveine. Für noch mehr Gurken-Rezepte gibt es die Rezeptsammlung #gurkengrün - Link zur Sammlung.


Für 2 Personen

Salat:
2 kleine Landgurken
2 Stiele Staudensellerie
Zucker
Salz
1/4 Salzzitrone - nach diesem Rezept
1 EL Kapern
1/2 Zitrone
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
1 Stiel Minze
1 Stiel Verveine
gepickelte Zwiebeln - nach diesem Rezept

Die Gurken teilweise schälen und längs vierteln. Das Kerngehäuse entfernen und die Gurke in Scheiben schneiden. Den Staudensellerie schälen und in Scheiben schneiden. Beides in eine Schüssel geben und mit Salz und Zucker marinieren.

Die Salzzitrone fein würfeln und mit den Kapern vermengen. Die Schale der Zitrone fein abreiben und zur Salzzitrone geben.

Den Gurken-Sellerie-Salat mit Pfeffer würzen. Den Saft der Zitrone auspressen und mit dem Olivenöl verrühren. Damit den Salat anmachen. Danach die Salzzitrone und die Kapern unterrühren.

Minze und Verveine von den Stielen zupfen. Größere Blätter evtl. halbieren.

Den Salat auf Tellern verteilen und mit den Zwiebeln und Kräuterblättchen garnieren.


Lachs:
200 - 300 gr. Lachs - es eignen sich Filet, Loin, aber auch Lachsbauch
Olivenöl
Maldon Sea Salt

Den Backofen auf 80 Grad vorheizen. 

Den Lachs portionieren und beidseitig mit etwas Olivenöl einstreichen. Die Stücke auf den Gitter legen und für 10 Minuten bei 80 Grad im Ofen garen.

Herausnehmen und die Lachsstücke auf den Salat setzen. Mit dem Salz bestreuen und sofort servieren.




Samstag, 5. September 2026

fine dining in Oberbayern: Ulrich Heimann und Zsolt Fodor im PUR, Berchtesgaden (Streetfood-Festival)

Auf unserer Heimfahrt vom Attersee haben wir noch einen kleinen Stop in Berchtesgaden eingelegt. Unser ursprünglicher Plan war, noch einen schönen Abend in dem, mit zwei Michelinsternen ausgezeichneten, Restaurant PUR zu erleben.

Dann kam es anders, weil das Restaurant an diesem Abend ein Streetfood-Festival, in Zusammenarbeit mit Zsolt Fodor, veranstaltete. Zsolt ist Küchenchef im Solo Du in Berchtesgaden und ebenfalls mit einem Michelinstern ausgezeichnet.

Wir erlebten einen wundervollen und sehr stimmungsvollen Sommerabend auf der Terrasse des Restaurants. Von den beiden Küchenteams wurden wir mit kleinen Gerichten (in Anlehnung an Streetfood-Klassiker) verwöhnt.

Zum Gelingen des Abends trugen auch sehr die engagierten und freundlichen Mitarbeiter des Service bei. Auch lokale Prominenz, wie die Huber-Buam, waren mit großer Freude dabei.

(Besuch vom 11.07.2026)

Zsolt Fodor (Mitte) und Ulrich Heimann (rechts)




Sushi zum Aperitiv

kleine Häppchen zum Aperitiv

glutenfreie Variante zum Aperitiv




Fischfilet | Tomate


Mangalica Taco
Guacamole | fermentierte rote Zwiebel | Wildkräutersalat | Salsa


Rösti
Lachs | Kaviar

Chicken Pulled Sandwich
Barbecue Sauce

Hummus Crostini
Grill Paprika | Aubergine



Christian Sundt-Johannesen, Restaurantleiter

Spareribs vom Strohschwein

Wagyu Burger Trüffel

Sogar einer der Huber-Buam, Thomas Huber, unterstützte beim Kaiserschmarrn

Kaiserschmarrn
Vanille Eis | Marille


Yuzu-Himbeer-Schnitte

Eiskaffee
Sauerrahmmousse - Daiquiri-Kern


Sorbet Variation
Shiso | Mango | Johannisbeere

glutenfreier Kaiserschmarrn

Da war Norwegen noch kurz vor ihrem letzten Spiel der Fussball-WM,
gegen England, und auch in Berchtesgaden wurde zur Unterstützung gerudert






Donnerstag, 3. September 2026

#gutbeihitze - Labneh mit Koriander und Tomate

Eigentlich bin ich Joghurt-Hasser, weil der für mich zum Frühstück gehört und auf das kann ich verzichten. Aber, ich liebe ja die orientalische Küche und da wird der Joghurt traditionell abgetropft und pikant serviert.

Das ist ein wunderbares Essen, wenn es heiß wird und schnell gemacht ist es auch. Da habe ich den Joghurt für mich neu entdeckt und diesen Sommer so einige Labneh-Gerichte gemacht. Da die Tomaten im Garten immer alle gleichzeitig reif werden und ich nicht ständig "Tussi-Teller" (Mozzarella, Tomate, Basilikum) essen möchte, ist diese Labneh-Variation eine tolle Alternative für mich.


für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als Vorspeise

500 gr. Sahnejoghurt 10 %
1 TL Salz
Handvoll Cocktailtomaten
1 grüne Chili
1 Stiel Zitronenverbene
kleines Stück Salzzitrone
1 EL Mandeln
1/2 TL Koriandersamen
Olivenöl

Den Joghurt cremig rühren und dann salzen und das Salz gut mit dem Joghurt vermischen. Die Masse in ein feinmaschiges Sieb geben und für 5 Stunden abtropfen lassen.

Die Cocktailtomaten, je nach Größe, halbieren oder vierteln. Die Chili längs halbieren und die Kerne entfernen, dann in feine Streifen schneiden. Die Blätter der Zitronenverbene abzupfen und in feine Streifen schneiden. Die Salzzitrone ebenfalls in sehr feine Stücke schneiden.

Die Mandeln grob hacken und in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten. Die Koriandersamen ebenfalls in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie duften.

Den Labneh auf Teller verteilen und ausstreichen. Dann die Tomaten, den Chili, die Zitronenverbene, die Salzzitrone, die Mandeln und den Koriandersamen darüber verteilen. Mit dem Olivenöl begießen und sofort servieren.


Eine Inspiration aus:










Link zum Buch






Dienstag, 1. September 2026

fine dining am Attersee: Marcel Ragger im Genussufer, Unterach

Wenn wir am Attersee sind, sind wir am Abend, bei Hans Lugstein im 1er Beisl, kulinarisch bestens versorgt. Mittags hat er leider geschlossen und wir haben uns im Lauf der Jahre ein paar Lieblingsrestaurants gesucht, die die Lücke schließen.

Dazu gehört das Genussufer von Marcel Ragger, den wir bei jedem unserer Aufenthalte besuchen. Sein Restaurant liegt direkt an der Badewiese in Unterach. Das Restaurant ist lichtdurchflutet und hat einen herrlichen Ausblick auf den See. Mittags gibt es eine kleine Karte, die aber keine Wünsche offen lässt.

Es ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlen kann und alles sehr unkompliziert ist. Wir nehmen gerne eine kleine Vorspeise, einen Hauptgang und zum Dessert ein kleines Eis. Geschmacklich hat uns bei Marcel bisher jedes Gericht sehr überzeugt.

(Besuch vom 08.07.2026)



Karfiol-Tempura
hausgemachte Chilimayo - Sesam - Kresse

Kohlrabicremesuppe
grünes Öl

Paillard vom Rind
Tomate - Rucola - Parmesan

Gegrilltes Huhn "Tom Kha Gai"
Hühnerkeule vom Frankenburger Huhn
Kokos-Reis - Erbsenschoten - Erdnuss

kleiner Eisbecher


Sonntag, 30. August 2026

#zucchinischwemme - Torta di Zucchini

Es sind unglaubliche 22 Jahre, seit meine Blogger-Freundin Zorra ihren Blog Kochtopf mit Leben füllt. Zu diesem Jubiläum veranstaltet sie einen Blog-Event zum Thema "So isst Italien". Und da bin ich sehr gerne dabei. Bei mir gibt es immer ganz viel Alltag und das gilt auch für dieses Rezept.

Jeden Sommer das gleiche Drama. Erst wachsen die Zucchini nicht und man freut sich über jedes winzige Gemüse und erntet sofort. Schaut man mal kurz nicht hin, explodieren sie und man hat wieder diese Monster-Zucchini, die ja auch irgendwie verwertet werden müssen.

Viele Anregungen für Zucchini-Rezepte habe ich in der Rezeptsammlung #zucchinischwemme zusammengestellt - Link zur Sammlung.

Trotzdem bleiben die Monster-Zucchini eine anspruchsvolle Aufgabe. Heuer habe ich erstmals diese "Torta" ausprobiert, die uns so gut gefallen hat, dass es die schon ein paar Mal gab. Die Masse wird ohne Mehl gebacken, allerdings werden im Originalrezept (aus der Süddeutschen Zeitung) Semmelbrösel verwendet, um die Form auszustreuen. Hier kommen wieder die Teffflocken zum Einsatz, die ein Superersatz sind und auch so gut schmecken, dass man sie bedenkenlos jedem servieren kann. Teff ist eine Hirseart, die viel in Äthiopien verwendet wird und sie ist von Haus aus glutenfrei.

Mein bewährtes Standardrezept für Monster-Zucchini sind diese Curry-Zucchini oder die Zucchini Napoli.



für zwei Förmchen mit ca. 13 cm Durchmesser


375 gr. Zucchini
etwas Olivenöl
Salz
110 gr. Ricotta
25 gr. Parmesan
25 gr. Feta
1 Zweig Rosmarin
4 kleine Zweige Thymian
2 Eier
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 - 3 EL Teffflocken
2 EL Pinienkerne

Die Zucchini raspeln und mit der Hand ausdrücken, damit sie trockener wird. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zucchiniraspeln darin anbraten. Sofort leicht salzen. Die Masse auskühlen lassen.

Ricotta in eine Schüssel geben. Den Parmesan reiben und den Feta mit einer Gabel zerbröseln. Beides mit dem Ricotta verühren.

Die Rosmarinnadeln und die Thymianblätter von den Stielen abstreifen - etwas für die Deko zurückbehalten - und die Kräuter in feine Streifen schneiden und zur Käsemasse geben.

Die beiden Eier und die kalten Zucchiniraspel in die Masse geben und alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Förmchen mit etwas Olivenöl auspinseln und mit Teffflocken ausstreuen. Die Masse in die Förmchen geben und mit den Pinienkernen bestreuen. Die Förmchen für 40 Minuten in den Backofen geben.

Die Masse sollte gestockt sein, dann die Förmchen herausnehmen und mit den restlichen Kräutern dekorieren. Sofort servieren.

Wenn die Zucchini größer ist, als die benötigten 375 gr., kann man den Rest in Streifen schneiden und mit Salz und Zucker marinieren. Das gezogene Wasser abtropfen lassen und die Streifen in etwas Olivenöl braten.


Mein Beitrag zu Zorras Blog-Event:


Blog-Event CCXXXIII - So isst Italien (Einsendeschluss 15. September 2026)