Freitag, 29. Mai 2026

fine dining in Franken: Sandra Hofer im Bistro Oma und Enkel, Wirsberg

Zu meinem Geburtstag im April haben wir uns heuer eine kleine kulinarische Reise vorgenommen. Es ging nach Wirsberg in Franken in das Posthotel von Alexander Herrmann. Dort betreibt er zwei sehr unterschiedliche Restaurants.

Im Bistro Oma und Enkel gibt es eher bodenständige Küche und über dem Gourmet-Restaurant Aura leuchten zwei Sterne. Den ersten Abend ging es für uns ins Oma und Enkel zu den fränkischen Tapas. Die Idee ist, dass man bei einem Drei-Gang-Menü drei kleine Gerichte in der Vorspeise bekommt. Der Hauptgang ist eine klassische Roulade, nach dem Rezept der Oma von Alexander Herrmann. Der Abschluss sind wieder drei kleine Desserts. Für den großen Hunger kann man das noch um drei Tapas im Zwischengang und drei kleine Käsegänge ergänzen. Für uns war der Dreigänger sehr ausreichend.

Es war eine schöne Einstimmung in unsere kleine kulinarische Reise.


Sauerteigbrot und Butter

BBQ-Bouillon


3 Vorspeisen

Kandierter Kürbis | Chili-Vinaigrette | Petersilie

Rindertatar | Peperoni | Käsecreme

Bayerische Garnele | Spitzkohl | geräucherte Erdnuss


Hauptspeise
geschmorte Rinderroulade à la Oma Herta
Kartoffelstampf | glasierte Karotten


3 Nachspeisen

Johannisbeerholz-Birne | Karamell | dunkle Schokolade

Stieglers Haselnüsse | Mandarine | Heumilch-Pudding

Joghurteis | Zwetschge | Salzzitrone

Pralinen

Auch das Frühstück gibt es im Bistro Oma und Enkel und die Idee ist ähnlich. Es gibt kein Frühstücksbuffet, sondern kleine Frühstücksgerichte, die man aus einer Karte auswählen kann. Das kommt mir als ganz schlimme "Frühstückshasserin" sehr entgegen. 

In der Auswahl sind unter anderem:
klassische Wurst-, Schinken- und Käsespezialitäten mit Brot, Butter, Marmelade
Kartoffelpuffer mit Roastbeef und Meerrettich
Blini mit Bratforelle, Zwiebelsud und Dillcreme
Salty French Toast mit pochiertem Ei, süßsauren Pilzen und Röstzwiebeln
Tacos mit Rührei, Kräuterpesto, Tomatenwürfel, Chili-Limetten-Brösel und Chorizo
Bircher Müsli mit Zwetschgenröster, Zimtcrumble, Apfel und Nüssen bereit.




Mittwoch, 27. Mai 2026

Geschmorte Short Ribs mit knusprigen Quetschkartoffeln und Paprika-Chimichurri

Short Ribs sind einfach ein ganz tolles Stück Fleisch vom Rind. Ursprünglich hatte ich geplant sie zu grillen, aber die Saison ist noch weit und es lag so sperrig im Tiefkühler. Dann entdeckte ich bei Thomas Ortler ein Rezept zum schmoren. Diese Idee kam mir sehr gelegen. 

Er serviert dazu eine Brennessel-Chimichurri, die mich auch sehr reizt. Die Umsetzung muss noch warten, bis sich das ungeliebte Unkraut wieder im Garten zeigt. Dafür wollte ich die Paprika-Chimichurri von Lucki Maurer ausprobieren und die passte perfekt dazu.

Dritte im Bunde waren die Quetschkartoffeln, mit denen ich gekämpft habe. Geschmeckt haben sie sehr gut, aber so knusprig, wie ich sie mir gewünscht hätte, waren sie leider nicht. Ich habe sie auf zwei verschiedene Arten zubereitet. Eine war etwas besser, aber nicht perfekt. Beim nächsten Mal würde ich lieber Pommes Allumettes dazu machen.


für 4 Personen:

geschmorte Short Ribs:
4 Short Ribs vom Rind
1 Zwiebel
2 Karotten
2 Stangen Staudensellerie
1 EL Salz
1 EL gemahlener Pfeffer aus der Mühle
1 EL gemahlener Cumin
2 EL geräuchertes Paprikapulver
1 EL Tomatenmark
1 Flasche Rotwein
4 Lorbeerblätter
250 ml Wasser
3 EL Rapsöl

Die Zwiebel schälen und in mittelgroße Würfel schneiden. Die Karotte schälen und mittelbreite Scheiben schneiden. Vom Staudensellerie die Fäden ziehen und in mittelbreite Streifen schneiden.

Salz, Pfeffer, Cumin und Paprikapulver vermengen. Den Backofen auf 170 Grad vorheizen.

Die Short Ribs in vier einzelne Stücke zerteilen und leicht salzen. In einem Schmortopf das Rapsöl erhitzen und das Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten. Das Fleisch herausheben und mit der Gewürzmischung rundum einreiben.

Nun das vorbereitete Gemüse in dem Topf kräftig anbraten, bis es Farbe nimmt. Das Tomatenmark dazugeben und alles weiter rösten. Mit dem Rotwein ablöschen und den Bratensatz vom Topfboden lösen.

Den Wein 5 Minuten reduzieren lassen, Lorbeerblätter und das Wasser dazugeben. Den Sud mit Salz abschmecken und die Ribs wieder in die Flüssigkeit einlegen.

Den Topf abdecken und für 4 Stunden in den vorgeheizten Ofen schieben. Das Fleisch muss sehr weich sein und die Natursauce mit dem Gemüse kann so serviert werden, wie sie ist.


Quetschkartoffeln:
12 kleine Bamberger Hörnchen
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Kartoffeln ungeschält über Salzwasser für ca. 25 Minuten dämpfen, bis sie sehr weich sind. Dann auf einem Küchentuch trocknen und ausdampfen lassen.

Den Backofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Aus Olivenöl, Salz und Pfeffer eine Marinade rühren.

Die Kartoffeln mit ausreichendem Abstand auf das Blech legen und mit einer weiteren Lage Backpapier bedecken. Mit einem kleinen Topf die Kartoffeln zerdrücken. Je dünner sie sind, desto knuspriger werden sie. Die obere Lage Backpapier abziehen und dick mit der Marinade bestreichen.

Das Blech für ca. 25 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben, bis sie goldbraun und knusprig sind. Danach mit einer Palette vom Blech lösen und sofort servieren.

Paprika-Chimichurri:
1 grüne Paprika
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
4 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
1/2 Limette
1 EL Agavendicksaft
1 TL Chiliflocken
1 TL getrockneter Oregano
Salz

Die Paprika vierteln, Kerne und Samenwände entfernen und in kleine Würfel schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und ebenfalls würfeln.

Das Olivenöl erhitzen und alles darin anschwitzen, salzen und leicht rösten lassen. Mit dem Essig ablöschen. Den Saft der Limette auspressen und zusammen mit dem Agavendicksaft einrühren. Den getrockneten Oregano rebeln und gemeinsam mit den Chiliflocken einrühren. Mit dem Stabmixer pürieren und mit Salz abschmecken.


Short Rib Inspiration aus:











Link zum Buch


Paprika-Chimichurri Inspiration aus:





















Montag, 25. Mai 2026

fine dining in München: Christoph Kunz im Komu

Gibt es ein schöneres Schaufenster, als den Blick in eine Küche mit Köchen bei der Arbeit? So ist das beim Komu, da kann man sich draußen schon mal Appetit holen. Wenn man das gerne sieht, dann sollte man sich Plätze am Pass buchen. So, wie wir das gerne machen. Da bekommt man alles mit und kann "den Jungs" auf die Finger schauen.

Bevor es zum Tisch geht gibt es den Aperitif und die ersten kleinen Häppchen an der Bar. Da ist man in den Händen der charmanten Restaurantleiterin Maxi Lemli gleich gut aufgehoben. Von dort ging es weiter zu unserem Lieblingsplatz mit dem perfekten Blick in die Küche. Es ist für mich immer schön zu sehen, wie koordiniert und ruhig dort alles abläuft. Christoph Kunz und sein Souschef Max Waibel haben alles im Griff und die Gänge kommen perfekt aus der Küche.

Das Menü hat uns wieder sehr gut gefallen. Wir schätzen die feinen Aromen, die das Produkt im Vordergrund lassen. Dazu hat Maxi die passende Weinbegleitung und alles war ein runder, harmonischer Abend.

Weitere Lieblingsrestaurants in München stelle ich hier vor.

(Besuch vom 02.04.2026)



Flower Sprouts

Lachs


Rote Bete

Popcorn


Huchen
Chicorée, Zedernkern

Sauerteigschnecke, gesalzene Butter, Kräuter-Frischkäse



Périgord Trüffel
Hanfsamen, grüner Lauch




Milchferkel
Zucchini, Physalis



Rochen
Erbse, Holunderblüte



Kaisergranat
Myoga, Mark

Vegetarische Alternative



Jersey Smoke
Cedro, Kresse


Grapefruit
Karotte, Frischkäse


Rhabarber
Jackfruit, Kokosnuss

Petits Fours