Mittwoch, 26. August 2026

Crème brûlée mit Steinpilzen

Crème brûlée mit Steinpilzen, ein perfektes Rezept für mich zum Ausprobieren für meine Rezension von  "Pilze, Pilze, Pilze" von Moritz Schmid. Getrocknete Steinpilze habe ich immer im Vorrat und ich liebe Crème brûlée. Sowohl die Zubereitung, als auch sie zu essen. Im Lauf der Jahre haben es schon einige Rezepte dafür auf den Blog geschafft, die ich hier zum ersten Mal aufliste.

Das Schöne ist, wenn man ein gutes Basis-Rezept hat, kann man es immer wieder anders aromatisieren. Ich habe mein bisheriges Lieblings-Basis-Rezept (das mit dem Kardamom) mit diesem verglichen und festgestellt, dass es kleine Abweichungen gibt. Aber, dieses lässt sich mit deutlich weniger Aufwand zubereiten. Ich bin wirklich begeistert davon und werde es künftig als Standard-Rezept verwenden.

Bei der Crème brûlée ist es wichtig, dass die Creme schön stockt, aber fluffig bleibt. Sie muss über Nacht kaltgestellt werden und am nächsten Tag mit Zucker abgeflämmt. Es geht um den Kontrast der harten Kruste und der weichen Creme. Entgegen dem Rezept von Moritz nehme ich immer weißen Zucker. Einerseits mag ich den braunen Zucker geschmacklich nicht, andererseits finde ich auch, dass er sich beim Abflämmen nicht so gut verarbeiten lässt.

Wer einmal ein besonderes Dessert servieren will, das ausgezeichnet schmeckt und sich gut vorbereiten lässt, ist hiermit sehr gut bedient.

Meine Rezension des Buchs "Pilze, Pilze, Pilze" ist hier nachzulesen.


Weitere Rezepte:

Kardamom-Crème-brûlée

Mandarinen-Crème-brûlée

Topinambur-Crème-brûlée

Kürbis-Crème-brûlée

Morchel-Crème-brûlée



für 4 kleine Förmchen

200 gr. Sahne
100 ml Milch
35 gr. Zucker
5 gr. getrocknete Steinpilze
1 Zweig Rosmarin
3 Eigelb
Alufolie

Anrichten:
Zucker
frische Brombeeren

Sahne, Milch und Zucker mit den Steinpilzen und dem Rosmarin in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts am Boden anlegt und die Masse nicht überkocht. Sobald die Masse aufkocht, den Topf vom Herd nehmen und alles für 30 Minuten ziehen lassen.

Die Mischung durch ein Sieb in ein Gefäß mit Ausgießer abseihen. Pilze und Rosmarin werden nicht mehr benötigt. Die Flüssigkeit auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Wasser aufkochen.

Die Eigelb mit einem Schneebesen einrühren und die Masse in die vier Förmchen gießen. Die Förmchen in eine Auflaufform stellen und so viel kochendes Wasser einfüllen, dass sie etwa bis zur Hälfte im Wasser stehen. Die Form mit Alufolie abdecken und für 30 bis 40 Minuten in den Ofen geben. Die Masse sollte gestockt sein, aber noch leicht wackeln, wenn man an den Förmchen rüttelt.

Die Förmchen aus dem Wasserbad nehmen und abkühlen lassen. Über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank geben.

Vor dem Servieren mit Zucker bestreuen und diesen abflämmen, damit eine Kruste entsteht. Mit Brombeeren dekorieren und sofort servieren.


Eine Inspiration aus:










Link zum Buch




Montag, 24. August 2026

fine dining im Pongau: Vitus Winkler im Wirtshaus, St. Veit im Pongau

Bereits bei unserem letzten Besuch bei Vitus Winkler waren wir auch in seinem Wirtshaus zum Mittagessen und davon sehr angetan. Da wir diesen Sommer zwei Nächte zu Gast waren, gab es auch zweimal die Gelegenheit, dort zu essen.

Einmal bestellten wir uns Lunch à la carte und einmal genossen wir das Menü der Halbpension. Beides hat uns sehr gut gefallen. Es gibt traditionelle Gerichte der österreichischen Wirtshausküche, auf höchstem Niveau, aber auch kreative, moderne Gerichte. Man hat also die Qual der Wahl.

Das Wirtshaus befindet sich im älteren Teil des Hauses und die schöne, traditionelle Einrichtung wurde glücklicherweise beim Umbau nicht angegriffen. So entstand eine schöne Harmonie aus alt und neu.


(Besuch vom 04. und 05.07.2026)


Lunch à la carte:



Brot und Aufstriche

Frühlingssalat
gebratenes Salatherz - Wildkräuter - Spargel - Erdbeeren - Ziegenkäsepraline

Ziegenkäsepraline

Rinderkraftbrühe
Rindssuppe vom Tafelspitz mit zwei Kaspressknöderl

Spargelsee
Weiße Spargelsuppe - Spargelspitzen

Zuckerwatte

Gletscherschmelze
Eisl-Schafsjoghurt - Erdbeeren - Rhabarber-Fichten-Sorbet
Schlagobers und Zuckerwatte




Menü Halbpension:


frisch gebackenes Brot
Preiselbeerbutter


Sommerlicher Salatteller

Tatar vom Pongauer Rind
Kartoffelschaum - Wachtelei - Sauerrahm

Abenddämmerung
Urkarotten-Suppe - Krenschaum

Kalbstafelspitz
Rotwein-Radicchio-Risotto - Rucola
Petersilienwurzelchips

Heiße Liebe einmal anders
Topfenknöderl - Himbeere - Mohn - Tonkabohne


Besuch vom 4. Juli 2026

Besuch vom 4. und 5. Juli 2026 im Wirtshaus

Besuch vom 08. Mai 2026 Küchenparty Stars from Austria

Besuch vom 22. Juni 2025

Besuch vom 24. August 2015 - Bericht 1

Besuch vom 24. August 2015 - Bericht 2




Samstag, 22. August 2026

fine dining im Pongau: Vitus Winkler im Kräuterreich, St. Veit im Pongau

St. Veit im Pongau ist ein kleiner Ort, der herrlich in den österreichischen Bergen liegt. Dort hat Vitus Winkler sein Gourmet-Restaurant Kräuterreich, sein Wirtshaus und das Hotel. Er holt die Natur in sein Haus. Das spürt man sofort beim Betreten des Restaurants, wenn man den schönen Ausblick aus den großen Fenstern sieht.

Mit seinen Köchen geht er regelmäßig in die Natur, um Lebensmittel zu sammeln und für sein Menü zu verwenden. Vieles wird haltbar gemacht, um die Saison zu verlängern. Als Gast kann man dann Gerichte mit seltenen Produkten genießen.

Nach langer Zeit waren wir letztes Jahr wieder einmal zu Gast. Es hat sich vieles verändert, sowohl sein Küchenstil, als auch Restaurant und Hotel. Sehr behutsam wurde umgebaut und erweitert, um auch die schönen alten Teile des Hauses zu erhalten. Das ist sehr gut gelungen und uns hat es sehr gut gefallen. Und so ging es im Sommer wieder einmal zur Familie Winkler. Diesmal sind wir sogar zwei Nächte geblieben, um den schönen Pool ausgiebig zu geniessen und sowohl im Gourmet-Restaurant, als auch im Wirtshaus zu essen.

(Besuch vom 04.07.2026)






Essbarer Stein - Flechten
Gamstatar
Preiselbeer-Flechtenschaum
Preiselbeere
Rentierflechten

Bauerntartelette
Gurke
Schafsjoghurt
Bärlauchkapern
Mutterkraut-Honiggurken
Fenchelkraut

Brot & Sal, Gott erhalt's & Frühlingswiese
Schwarzbrot
Dunkles Weizenbier-Sauerteigbrot
Frühlingskräuterbutter - Birken - Kräuteröl



Filzmoser Saibling - Goldbeete - Brunnenkresse - Löwenzahn

Saibling in brauner Butter confiert
Goldbeete auf Salz gegart
Löwenzahnblüten frisch
Brunnenkresse
Brunnenkresseöl

Sonnenblumenkerne
Blüten-Kren-Schnee
Blüten-Mayo

Löwenzahn-Beurre-Blanc

Löwenzahnblüten gebacken
Saiblingstatar
Saiblingskaviar


Gebackener Dotter - Heubruch - Holler-Hopfentee - Bärlauch

Dotter gebacken
Heubruch
Sauerrahmperle
Lila Kartoffelstampf
Lila Karotffelchips

Mädesüßkapern
Bärlauchschaum

Wald & Wiesenkräuter

Holler-Hopfentee

Störkaviar



Kalb - Sellerie - Rhabarber - Fichte

Kalbsbries
Fichtenjoghurt
Selleriecreme
Fermentierte Knoblauchcreme
Miso-Schwarzer Knoblauch-Schaum

Rhabarber eingelegt
Fichtenöl
Fichtensprossen


Alpengarnele - Kohlrabi - Leoganger Safran - Brennnessel

Alpengarnelen-Raviolo
Brennnesselcreme
Brennnesselblätter eingelegt
Alpengarnelenschaum
Kohlrabi eingelegt
Kohlrabischeiben geflämmt
Quittengel
Anis-Ysop-Blätter

Safrangel
Safrantee


Rind - Pilzerde - Weißer Spargel - Lärche - Taubnessel

Rinderfilet
Schwarzbeer-Pfeffer-Creme
Buchweizen gepoppt

Lärchenöl
Lärchenzapfen eingelegt

Pilzerde
Lärchenschaum
Weißer Spargel
Taubnesselblätter
Petersilienstaub

Lindenblatt frittiert

Jus



glutenfreie Alternative

Ziegenkäse Konwald - Vogelbeere - Alpen-Säuerling

Ziegenkäsewürfel geflämmt
Vogelbeereis
eingelegte Vogelbeeren
Aschebaiser

Sauerampfer-Essiggel
Alpensäuerling
Zitronenthymian
Zitronenverbene

Ziegenkäse-Praline
Vogelbeercreme
Zuckerwatte


Waldhimbeere - Baumbart - Sauerklee

Himbeer-Joghurtmousse
Sauerkleeeis
Latschenkiefer-Schaum
Baumbartgel
Nadel-Honig
Himbeergewürz-Sud

Sauerrahm-Schmarrn

Zirben-Baiser
Sauerklee

Wegweiser
Walderdbeeren-Gel
Berglavendel
Bauernjoghurt
Pate au Choux

Alpine Milchschnitte geeist
Löwenzahnhonig-Parfait
Schokobiskuit
Kakaonips
Schwarzbeere
Heublumen

Besuch vom 4. Juli 2026

Besuch vom 4. und 5. Juli 2026 im Wirtshaus

Besuch vom 08. Mai 2026 Küchenparty Stars from Austria

Besuch vom 22. Juni 2025

Besuch vom 24. August 2015 - Bericht 1

Besuch vom 24. August 2015 - Bericht 2





Donnerstag, 20. August 2026

Buchenpilze, Smashed Gurke, gepickelte Zwiebeln

Dieses asiatisch inspirierte Gericht aus dem Kochbuch "Pilze, Pilze, Pilze" von Moritz Schmid ist mir sofort ins Auge gesprungen und ich wollte es unbedingt ausprobieren. Die drei unterschiedlichen Komponenten, der Salat mit der zerdrückten Gurke, die gepickelten Zwiebel und die gebratenen Buchenpilze entsprachen sehr meinem Geschmack. 

Die Umsetzung war sehr unterschiedlich. Von der Technik, die Buchenpilze beim Braten mit einem Topf zu beschwerden, war ich begeistert. Das werde ich auf jeden Fall in mein Repertoire übernehmen. Am Viktualienmarkt in München habe ich weiße und dunkle Buchenpilze gekauft. Nach dem Braten war kaum ein Unterschied zu sehen oder zu schmecken. Es ist also egal, welche man kauft.

Die Gurke hat es mir nicht leicht gemacht. Ich habe eine große und sehr kompakte Gurke erwischt, die ich kaum zerdrücken konnte. Deshalb habe ich auf den Kniff zurückgegriffen, sie mit Salz und Zucker zu marinieren. Das hat ihr geschmacklich sehr gut getan.

Die gepickelten Zwiebeln in diesem Rezept sind ein sogenanntes "Blitz-Pickles". Es ist gut, dass das so beschrieben ist, weil man dann das Gericht auch ohne lange Wartezeiten zubereiten kann. Ich hatte im Vorrat noch gepickelte Zwiebeln und habe deshalb diese verwendet. Völlig unklar waren mir die Brösel. In der Einleitung wird noch von dem Knusper und dem Aroma der Butter gesprochen. Im Rezept kommt es dann nicht mehr vor. Da habe ich einfach gebratene Butter-Brösel gemacht. In meinem Fall glutenfrei, mit Teffflocken, statt Semmelbrösel.

Wir hatten ein sehr köstliches Abendessen. Der Arbeitsaufwand ist nicht zu groß und dieses vegetarische Gericht lässt nichts vermissen.

Meine Rezension des Buchs "Pilze, Pilze, Pilze" ist hier nachzulesen.



für 4 Personen

gepickelte rote Zwiebeln - nach diesem Rezept
1 Gurke
Salz
Zucker
5 EL Teffflocken
2 EL Butter
1/2 Bund Petersilie
1 kleine Zitrone
 schwarzer Pfeffer aus der Mühle 
300 gr. Buchenpilze
Olivenöl
2 EL Sojasauce
Meersalzflocken

Die Gurke längs vierteln und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Gurkenstücke mit der breiten Seite des Messers zerdrücken und in eine Schüssel geben, mit Salz und Zucker marinieren.

Die Butter in einer beschichtetetn Pfanne schmelzen und die Teffflocken darin knusprig rösten. Aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller geben, zum Abkühlen.

Die Petersilienblätter abzupfen und in Streifen schneiden. Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Das Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Buchenpilze darin scharf anbraten. Einen Topf auf die Pilze stellen, um sie zu beschweren und um den vollen Kontakt der Pilze zum Pfannenboden herzustellen. So für ca. 3 Minuten lassen, dann die Pilze gut durchschwenken oder rühren und erneut den Topf für 3 Minuten auf die Pilze stellen. Mit der Sojasauce und der Hälfte des Zitronensaftes ablöschen. Die Hitze reduzieren und die Flüssigkeit langsam verkochen lassen. Die Pfanne zur Seite stellen.

Die Petersilie und die Zitronenschale zur Gurke geben und mit Pfeffer würzen. Zitronensaft und Olivenöl verrühren und damit die Gurke marinieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Gurkensalat in Schalen anrichten. Die Buchenpilze daraufgeben und die Teffflocken darüberstreuen. Mit den gepickelten Zwiebeln dekorieren und sofort servieren.


Eine Inspiration aus:










Link zum Buch