Samstag, 3. Oktober 2026

fine dining in München: Bobby Bräuer und Manuel Reheis im Broeding

Viele Jahre verantwortete Bobby Bräuer die kulinarische Welt, von der Currywurst bis zum Gourmet-Restaurant, in der BMW Welt. Als Küchenchef des Esszimmers war er mit zwei Michelinsternen ausgezeichnet. Letztes Jahr ist er in den verdienten "Unruhe-Stand" gegangen. Und bei ihm kann man das wirklich wörtlich nehmen.

Er hat jetzt Zeit eigene Projekte, die ihm am Herzen liegen, umzusetzen. Das hat Manuel Reheis, der Küchenchef vom Broeding als Chance gesehen, ihn anzusprechen, ob er nicht ein gemeinsames Menü gestalten will. So hatten die Gäste das große Glück einen Abend zu erleben, bei dem man gemerkt hat, wie viel Freude es auch allen Beteiligten gemacht hat.

Es war eine wunderbare Kombination aus der Handschrift von Bobby Bräuer und der Produkt-Philosophie von Manuel Reheis. Dazu kombinierten der Sommelier Michael Razfar im Schwerpunkt österreichische Weine und der Bartender Michael Wendlinger-Iwan eine so spannende alkohlfreie Begleitung, dass ich es bedauert habe, sie nicht bestellt zu haben.

Es war ein so schöner Abend, dass ich auf eine Wiederholung nächstes Jahr hoffe.

Das Broeding gehört seit Jahren zu unseren Lieblingsrestaurants in München. Die anderen sind in dieser Liste zu finden.


(Besuch vom 20.08.2026)

Bobby Bräuer und Manuel Reheis
v. l. n. r.




Kalte Blumenkohl-Kokos-Suppe mit Karpfenschinken


Gelackte Hühnerbrust, Sülze und Stangenselleriesalat


Tomatenvielfalt und gefüllte Zimbern-Nudeln mit Frischkäse


Morcheln, Pfifferlinge, Nektarine


Donauwaller, Bete, Vin Jaune Beurre blanc


Beuscherl von der Gams

Gams (Crépinette, Keule und Schulter) mit Pomelo und Fenchel



Rohmilcheis mit Rosenessenz und Passionsfrucht

Schoko-Halva-Trüffel

Weinbegleitung

Besuch vom 29. April 2026 in der Grünen Schleif -Gastkoch Bobby Bräuer

Besuch vom 4. Dezember 2025 im Forsthaus Wörnbrunn - Gastkoch Bobby Bräuer

Besuch vom 26. November 2025 im Broeding

Besuch vom 29. März 2025 in der Brasserie Cuviellés - Gastkoch Bobby Bräuer und Max Moser

Abschiedsparty für Bobby Bräuer am 20. Februar 2025 im Beetle

Besuch vom 26. November 2024 im Broeding

Besuch vom 30. Oktober 2024 im Esszimmer

Besuch vom 22. August 2024 im Broeding

Besuch vom 20. November 2023 im Broeding

Walking Lunch am 23. Juni 2024 im Oceana - Gastkoch u. a. Bobby Bräuer

Besuch vom 22. Dezember 2023 im Esszimmer

Besuch vom 1. März 2023 im Esszimmer

Besuch vom 14. Dezember 2022 im Esszimmer

Besuch vom 24. November 2022 im Broeding

Besuch vom 11. Dezember 2021 im Esszimmer

Besuch vom 16. November 2021 im Broeding 

Menübox aus dem Esszimmer vom 29. November 2020

Menü to go vom 28. November 2020 im Broeding

Besuch vom 21. Januar 2020 im Pop-Up-Restaurant Mini-Esszimmer

Besuch vom 30. April 2019 im Esszimmer

Besuch vom 18. Juli 2018 in der Bavarie

Menü vom 9. Oktober 2017 - Buchpräsentation "Das große Buch vom Fleisch"

Menü bei einfach genießen vom 31. Januar 2017 im Broeding

Besuch vom 17. November 2016 im Esszimmer

Besuch vom 11. Januar 2016 im Broeding

Besuch vom 19. Oktober 2015 - Buchpräsentation "Der kleine Koch"

Besuch vom 11. Mai 2015 im Broeding

Besuch vom 14. August 2014 im Broeding

Besuch vom 24. Mai 2014 im Broeding





Donnerstag, 1. Oktober 2026

Rezension: Simple Too von Yotam Ottolenghi

Seit Yotam Ottolenghi sein erstes Kochebuch "Ottolenghi: Das Kochbuch" veröffentlicht hat, ging es mit seiner Bekanntheit steil bergauf. Bereits das zweite Buch "Genussvoll vegetarisch" war in aller Munde. Die Bücher brachten moderne, orientalische Gerichte in unsere heimischen Küchen. Als große Liebhaberin der orientalischen Küche war ich immer an seinen Bücher interessiert.


Der gebürtige Israeli Ottolenghi studierte in Tel Aviv Philosophie und schloss mit einem Master ab. Anstatt der geplanten Promotion entschied er sich 1997 zu einem Umzug nach London und absolvierte dort in der Kochschule Le Cordon Bleu eine Ausbildung in französischer Pâtisserie. Das war der Grundstein für seine kulinarische Karriere.

Nebenbei arbeitete er in der Sternegastronomie, wo er Sami Tamimi kennenlernte, der sein Geschäftspartner wurde. Mit ihm hat er 2002 in Notting Hill sein erstes Deli eröffnet und das sehr erfolgreiche Kochbuch "Jerusalem" veröffentlicht. Es folgten weitere Restaurants und sehr viele Kochbücher. Immer stärker hat er seine Co-Autoren eingebunden, wie Verena Lochmüller, die maßgeblich an "Simple Too" gearbeitet hat.

Wer "Simple", den ersten Band im Regal stehen hat, kommt an "Simple Too" kaum vorbei. Wobei sich die beiden Bücher unterscheiden und ein eigenes Konzept verfolgen. "Simple Too" ist nicht der zweite Band, es ist ein Kochbuch, das ebenfalls einfache Rezepte vorstellt. Für den Kochbuchsammler ist es sehr erfreulich, dass die beiden Bücher eine ähnliche Optik und die gleiche Größe haben.


Auch der Aufbau weist eine gewisse Ähnlichkeit auf, allerdings unterscheiden sich die Gerichte sehr stark. Während bei "Simple" noch orientalische und mediterrane Rezepte mit dem bekannten "Ottolenghi-Twist" im Fokus stehen, ist die kulinarische Welt von "Simple Too" deutlich weiter gefasst. Es gibt Gerichte mit Anklängen an die weltweite Länderküche und völlig neue Ideen. Laut Ottolenghis Vorwort war die Grundidee, was kocht man, wenn man den Kühlschrank aufmacht und sich vom Inhalt inspirieren lässt. Wobei im deutschen Durchschnittskühlschrank wahrscheinlich andere Dinge liegen, als bei ihm in London.

Ich habe versucht mir dieses Motto zu eigen zu machen, bei der Auswahl der nachzukochenen Gerichte. Wobei ich mich eher am Garten orientiert habe. Es gab aktuell sehr viele reife Auberginen und ich habe beschlossen, damit zu kochen. Fündig wurde ich in den Kapiteln "Snacks, Dips und Suppen" und "Salate". Ergänzend dazu gab es noch ein Rezept aus "Frühstück und Brunch". Weitere Rezeptkapitel sind "Fleisch", "Fisch", "Vegetarische Hauptgerichte", "Pasta". "Beilagen", "Desserts" und "Saucen und Toppings". Damit ist für alle Lebenslagen etwas dabei, um unkompliziert ein schmackhaftes Essen auf den Tisch zu bringen. Zusätzlich gibt es auch noch Menüvorschläge, um die Gerichte für bestimmte Anlässe zu kombinieren. 

Interessant ist, wie die Zutaten, die für typische Ottolenghi-Rezepte verwendet werden, in den Alltag eingezogen sind, wenn man sich die Anmerkungen ansieht. Werden bei "Simple" noch Zutaten genau vorgestellt, gibt es bei "Simple Too" nur noch Angaben über die ideale Größe von Eiern, dass Zwiebeln und Knoblauch geschält werden sollen, glatte Petersilie verwendet wird und ähnliches. Allerdings hat sich Ottolenghi auch zur Aufgabe gemacht, im neuen Buch darauf zu achten, dass nicht zu viele Zutaten und nicht zu exotische Zutaten notwendig sind.

Die Rezepte sind ausführlich und genau beschrieben, sodass das Nachkochen gut von der Hand geht. Dazu gibt es immer ein Rezeptfoto, meistens auf der Seite gegenüber. Manchmal gibt es auch Fotos von zwei oder drei Gerichten auf der Seite vor oder nach dem Rezept. Angenehm ist auch, dass es ein Kochbuch und kein Bildband oder ein Buch mit viel Erzählungen ist. Der Fokus liegt wirklich auf den Gerichten. Ergänzt wird das mit einem alphabetischen Zutaten- und Rezeptregister.

Das Nachkochen ist mir leicht gefallen und gut von der Hand gegangen. Da die Vorgaben oft sehr kleinteilig und präzise (wie Gramm-Angaben bei Kräutern) sind, habe ich lieber improvisiert und mich auf mein Augenmaß verlassen. Auch das war kein Problem. Die Gerichte sind durchaus alltagstauglich und haben uns auch gut geschmeckt. An manchen Stellen waren die Mengenangaben zu großzügig bemessen.


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Auberginensalat mit Birne und Ingwer

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Auberginen mit Ingwer und Frühlingszwiebeln

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Gebackene Za'atar-Tomaten mit Mascarpone

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Omlett mit zerbröselten Kartoffelchips

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Fazit:

"Simple Too" richtet sich an Hobbyköche mit etwas Erfahrung in der Küche und der Aufgeschlossenheit neue kulinarische Welten zu entdecken. Die Rezepte sind sehr alltagstauglich und auch in Bezug auf die Zutaten weniger exotisch, als sonst bei Ottolenghi-Kochbüchern. Sie lassen sich in gut sortierten Supermärkten einfach bekommen.


Eine ausführliche Analyse von "Simple Too" ist bei Denise in ihrem Blog "LeseLust und Löffel" zu finden.

Eine große Sammlung von Kochbuch-Rezensionen habe ich auf dieser Seite zusammengestellt - Link zu den Kochbuch-Rezensionen.






Dienstag, 29. September 2026

fine dining in München: Hans Jörg Bachmeier im Bachmeier Genussfreuden

Wenn man im Hochsommer in München gepflegt essen gehen möchte, sollte man genau wissen, wo man hingeht. Es gibt einige schöne Restaurants in der Altstadt, bei denen man draußen sitzen kann. Dazu gehört das Bachmeier Genussfreuden von Hans Jörg Bachmeier. Bei ihm sitzt man zwischen Viktualienmarkt und Isartor und genau diese Nähe zum Viki prägt seine Küche. Er gestaltet seine Karte sehr spontan, mit dem was er saisonal und frisch kaufen kann.

Dabei kann man sich immer verlassen, dass er die Produkte in den Fokus stellt und daraus Gerichte mit bayerischen Wurzeln und internationalen Anklängen auf den Teller bringt. Zu seinen beruflichen Stationen zählen das Tantris (bei Heinz Winkler) und das Kurhausstüberl von Alfons Schuhbeck. Seinen Kochstil präsentiert er regelmäßig in seiner Fernsehsendung Einfach. Gut. Bachmeier im Bayerischen Fernsehen. Die Rezepte sind bereits in einigen Kochbüchern veröffentlicht worden.

Wir waren an einem sehr heißen Tag im Hochsommer bei ihm und bekamen ein wunderbares Menü mit vielen kleinen Gängen, die perfekt gepasst haben. 

Seit vielen Jahren ist sein Restaurant in der Liste unserer Lieblingsrestaurants in München - Link zur Liste.


(Besuch vom 14.08.2026)



Avocado-Gurke-Gazpacho

Brot, Olivenöl, Meersalz

Irish Mor Austern, Austernbrot

Alte Tomatensorten, Pfirsich, Ricotta di Bufala

Ceviche vom Saibling

Neue Matjes mit Hausfrauensauce

Kalbsbries, Steinpilze, Selleriepüree

Basilikumsorbet mit Gin

Kochbuchpräsentation "Essen für Leib und Seele" vom 16. April 2026

Besuch vom 21. Januar 2026

Besuch vom 22. März 2025




Besuch vom 24. März 2023

Besuch vom 5. Oktober 2022

Sonntag, 27. September 2026

#lilafreude - Auberginen Nanbanzuke

Wenn im Garten Erntezeit ist und ich von einem Gemüse viel habe, dann bevorzuge ich Rezepte, bei denen die Hauptzutat dieses Gemüse ist. So habe ich zufällig dieses Auberginen Nanbanzuke entdeckt. Eigentlich ist Nanbanzuke klassische japanische Hausmannskost mit gebratenem Fisch und wird dann mariniert und mit Chili und Frühlingszwiebeln kombiniert. Durch das Marinieren werden die Zutaten noch aromatischer und weicher. Deshalb kann man es sehr gut kalt servieren. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass man es vorbereiten kann.

Uns hat es sehr gut gefallen. Es ist wirklich blitzschnell gemacht und schmeckt sehr gut, auch an heißen Tagen.

Weitere Auberginen-Rezepte habe ich in der Rezeptsammlung #lilafreude zusammengestellt - Link zur Sammlung.


für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als Vorspeise


500 gr. Auberginen
Rapsöl
Salz
2 Frühlingszwiebeln

Sauce:
2 EL Reisessig
1,5 EL Zucker
Prise Salz
2 EL Sojasauce
100 ml Dashi
getrocknete Chilischote

Die Auberginen in unregelmäßige, mundgerechte Stücke schneiden. Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Auberginenstücke darin, bei mittlerer Hitze, rundum anbraten, leicht salzen. Sie sollten ca. 5 - 10 Minuten braten und weich sein.

Die getrocknete Chilischote in sehr feine Ringe schneiden. Die Menge sollte ungefähr einen TL ergeben. Alle Zutaten der Sauce gut verrühren, damit sich Zucker und Salz auflösen.

Die Auberginen in eine Schüssel geben und mit der Sauce übergießen. Alles gut vermengen und abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Reis kochen und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Auberginen mit Reis und den Frühlingszwiebeln servieren. Wer mag kann auch noch ein paar feine Ringe der getrockneten Chili für die Deko verwenden.










Freitag, 25. September 2026

fine dining in München: Sebastian Fasching in der Alten Brennerei, Pullach

Im Münchner Umland ist der kleine Ort Pullach und dort kocht Sebastian Fasching in der Alten Brennerei. Er hat einige Stationen in der Spitzengastronomie aufzuweisen und war u. a. bei Florian Berger im Gabelspiel tätig. Mit der Alten Brennerei hat er sich selbständig gemacht und kocht bevorzugt mit regionalen Produkten.

Vor dem Gebäude gibt es eine wunderschöne Terrasse, auf der ich schon lange einmal sitzen wollte. Letztes Jahr hat es sich irgendwie nicht ergeben, da es so oft geregnet hat. Aber, bei unserem Besuch im August war es perfekt. Man sitzt dort wirklich sehr schön und ruhig. Es war das perfekte Terrassen-Feeling.

Wir haben ihn mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnten besucht und uns für das große Menü entschieden. Getränketechnisch waren die Wünsche ganz unterschiedlich, aber alles ist möglich. Wir hatten Weinbegleitung, alkoholfreie Begleitung und Flaschenweine aus der Weinkarte. Alle waren sehr zufrieden mit der Wahl. Auch das Menü hat uns alle sehr überzeugt. Es war ein wunderbarer kulinarischer Abend, der uns noch lange im Gedächtnis geblieben ist.

Die Alte Brennerei hat uns schnell begeistert und steht deshalb auf unserer Liste der Lieblingsrestaurants in München - Link zur Liste

(Besuch vom 12.08.2026)



Brot & Butter

Handkäs' mit Musik

Karotten Macaron


Pilz Foie
Kirsche | Brioche

mit Brioche


Tomate "Alte Sorten" in Texturen
Basilikumsorbet


Vegetarisches Ceviche
Fenchel | Staudensellerie | Grüner Apfel | Koriander

Pasta alla Crudaiola
Dorade | Zitrus | Buttermilch | Grüne Sauce


Kalbskopf
Artischocke | Senfkaviar | Tomaten Beurre Blanc


Entrecote von der bayerischen Färse
Spitzkohl | Pfirsich | Olive | Jus


Vorspiel
Aubergine | Haselnuss | Balsamico | Süßholz


Tegernseer Hirschberger
Birne | Walnuss

Gurke
Joghurt | Walnuss | Zitrone

Besuch vom 19. September 2024