Mittwoch, 4. Februar 2026

#lunchtapas - Räucheraal und Ringelbete auf Röstbrot

Für das Rote-Bete-Carpaccio mit Bottarga habe ich zusätzlich Ringelbete gegart und mariniert. Vom Geschmack war ich begeistert, aber es passte überhaupt nicht zum Bottarga. In meinem Kopf spuckte sofort ein Stück geräucherte Aal herum. Ich liebe geräucherten Aal. 

Wenn meine Eltern mit uns Kindern am Wochenende an den Starnberger See gefahren sind, kauften wir kurz vor der Heimfahrt einen geräucherten Aal. Überall gab es Fischerhütten, die Tafeln hatten, auf denen "Räucheraal" angeschrieben war. Mein Vater liebte auch Räucheraal. Meine Mutter und mein Bruder nicht. Also blieb der Aal für Papa und mich und mir ist diese Liebe geblieben.

Diese Kombination mit dem Aal und dem gerösteten Brot war perfekt, genauso, wie ich mir das vorgestellt habe. Deshalb darf die Ringelbete auch in meine Rezeptsammlung #rotebeteglück - Link zur Sammlung.

An dem Tag, als ich das gekocht habe, gab es auch noch eine weitere Neuentwicklung - Kohlrabi und Bottarga auf Röstbrot und somit ein ganz wunderbares Mittagessen. 



für 8 - 10 kleine Bissen

100 gr. geräuchertes Aalfilet
2 kleine Ringelbeten
Rapsöl
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer
Kümmel
1/2 Zitrone
Olivenöl
ein paar Stiele Schnittlauch
4 bis 5 Scheiben Ciabatta
etwas Butter
etwas Olivenöl

Die Ringelbeten waschen, trocken tupfen und auf je ein Stück Alufolie legen. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus Rapsöl, Salz, Zucker, Pfeffer und Kümmel eine Marinade rühren und die Ringelbeten rundum damit einpinseln. Dann fest in die Alufolie einwickeln und in eine Auflaufform geben.

Für ca. 75 Minuten bei 200 Grad garen. Herausnehmen, auskühlen lassen und dann schälen und in sehr feine Scheiben hobeln.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren und die Ringelbete darin über Nacht marinieren.

Den Aal in Stücke schneiden, die auf die Brote passen. Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.

Die Brotscheiben halbieren. Butter und Olivenöl in einer beschichteten Pfanne aufschäumen lassen und das Brot, bei mittlerer Temperatur, darin rösten.

Die Brote erst kurz vor dem Servieren anrichten, damit das Brot knusprig bleibt. Aal auf das Brot geben, mit der Ringelbete belegen und mit Schnittlauch bestreuen. Sofort servieren.



Räucheraal und Ringelbete auf Röstbrot
Kohlrabi und Bottarga auf Röstbrot





Montag, 2. Februar 2026

fine dining in München: Jochen Kreppel im Dantler

Obergiesing - Silberhornstrasse - Dantler, das ist sehr viel alte Heimat für mich. Und dieses unaufgeregte, aber kulinarisch sehr spannende Restaurant passt so perfekt genau dort hin. Also haben wir im Dezember endlich wieder einmal den Flug nach Obergiesing genommen. Auf diesen Flug warte ich immer, wenn ich auf die Fluganzeige, die mitten im Lokal hängt, blicke.

Dieses kleine Augenzwinkern von Jochen Kreppel und Max Süber, das ich so sehr schätze, findet sich auch in der Weinbegleitung. Die beiden schätzen deutsche und österreichische Weine sehr und arbeiten mit renommierten Winzern zusammen. So schenken sie Giesinger Berg aus, praktisch der Hausberg, der direkt vor ihrer Türe liegt. Dieser kleine Twist macht Spaß, genauso wie das kleine Prè-Dessert in Weißbier-Form.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Das Menü gefällt uns immer sehr gut, der Service ist aufmerksam und charmant, das Ambiente im Lokal ist sehr schön, wir gehen gerne hin.

Der Dantler steht auf unserer Liste der Lieblingsrestaurants in München - Link zur Liste

(Besuch vom 17.12.2025)



hausgemachtes Brot
Kräuter-Frischkäse & Zitronenbutter


Schaumsuppe vom Sellerie
geröstetes Steinpilzkrokant, Crostini, Schwammerl


Kerbelknolle
Kerbelknolle-Nussbutter, Buddhas Hand, spicy Macadamia Crunch


Renken-Matjes vom Starnberger See
Hausfrauensauce, Apfel, Pickles


Krasse Forelle
in Mandelbutter gebraten mit Radi
Sud mit Manderine


Zart gegrillte Entenbrust
ofengegarte bunte Bete
Blaukraut, wilde Preiselbeere

Sud vom Bratapfel, Knallbrause


Something creamy in a bowl
Bratapfel, gebrannte Mandel, Vanillecreme
Popcorneiscreme

Besuch vom 11. April 2025

Besuch vom 02. Oktober 2024

Besuch vom 11. April 2023

Besuch vom 19. Juni 2020

Besuch vom 28. April 2020

Samstag, 31. Januar 2026

#lunchtapas - Kohlrabi und Bottarga auf Röstbrot

Reste sind etwas schönes, wenn etwas Neues daraus entsteht. Das war meine Grundidee, als noch ein kleines Stückchen Bottarga übrig geblieben ist. Den Bottarga kann man nur in einem Doppelstrang kaufen und dann müssen eben verschiedene Gerichte damit zubereitet werden. Rote-Bete-Carpaccio mit Bottarga und Spaghetti mit Bottarga gab es schon.

Jetzt musste was Neues her. Irgendwie kam ich auf die Idee es mit einer Art Kohlrabi-Salat zu versuchen. Da Zitrusaromen sehr gut zu Bottarga passen und ich noch Salzzitronen hatte, war die neue Bottarga-Variante schnell gezaubert. Und weil ich gerade so schön im Schwung war, gab es für uns auch noch Räucheraal und Ringelbete auf Röstbrot.


für 8 - 10 kleine Bissen

1 kleiner Kohlrabi
etwas Salzzitrone
ca. 5 cm Bottarga-Stück
2 EL Crème fraîche
1 EL Sud der Salzzitrone
1/2 EL Olivenöl
Salz
Prise Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
4 bis 5 Scheiben Ciabatta
etwas Butter
etwas Olivenöl

Den Kohlrabi schälen und in feine Julienne hobeln. Die kleinen, zarten Kohlrabiblätter für die Deko verwenden. Den Stiel herausschneiden und die Blätter in sehr feine Streifen schneiden.

Das Stück Salzzitrone in kleine Würfel schneiden und mit Crème fraîche, dem Sud, Olivenöl zu einer Marinade verrühren. Mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Den Bottarga grob raspeln.

Die Brotscheiben halbieren. Butter und Olivenöl in einer beschichteten Pfanne aufschäumen lassen und das Brot, bei mittlerer Temperatur, darin rösten.

Die Brote erst kurz vor dem Servieren anrichten, damit das Brot knusprig bleibt. Kohlrabi auf das Brot geben, mit Bottarga bestreuen und mit Kohlrabiblättern garnieren. Sofort servieren.



Räucheraal und Ringelbete auf Röstbrot
Kohlrabi und Bottarga auf Röstbrot





Donnerstag, 29. Januar 2026

fine dining in München: Nico Sartor im Tschecherl

Es wurde endlich wieder einmal Zeit ins Tschecherl zu gehen und besonders gerne gehen wir mittags hin. Mitte Dezember war es endlich wieder soweit und wir konnten von unserem Lieblingsplatz aus zusehen, wie Nico mit seinen Kollegen Elisa und Mirko unser Ömakase zubereitet hat.

Das Ömakase ist ein Überraschungs-Menü in 5 Gängen und man bekommt so einen schönen Überblick über die Speisekarte im Tschecherl. Marius und Liola kümmern sich um die Getränkebegleitung, die auch alkoholfrei möglich ist. So wird das ein schönes und stimmiges kulinarisches Erlebnis zum Lunch.

Seit der Eröffnung steht das Tschecherl auf der Liste unserer Lieblingsrestaurants in München (Link zur Liste)

(Besuch vom 11.12.2025)

Mirko, Elisa, Nico und Jürgen


Saiblingsmatjes, Hausfrauensauce, Endiviensalat

Geräucherte Entenbrust, Cumberlandsauce, rosa Radicchio

Nicos Kasspatz'n
Montafoner Bergkäse und Schmorzwiebeln


Maronisuppe


Königsberger Klops, Estragonsud


Alpenlachs, Rote-Bete-Gemüse

Schokokuchen, Crème Chantilly, Kaffeeis

Marius und Liola

Dienstag, 27. Januar 2026

Thunfisch im Sesam-Mantel mit Pilzen und Pak Choi

Wenn Thunfisch, dann am liebsten roh. So gebraten gibt es ihn sehr selten bei uns und wir bevorzugen ihn dann umhüllt von Sesam. Das hält ihn saftig und gibt noch einen tollen Geschmack. Dazu passen natürlich asiatische Aromen sehr gut. 

Das Gemüse mit Pilzen und Pak Choi ist schnell gemacht und ergänzt den Thunfisch perfekt. Ich kann mir dazu auch gebratenen Tofu oder Hühnerbrust vorstellen.



für 2 Personen

2 Thunfischsteaks, oder besser. 1 Thunfischsteak, dafür sehr dick
2 EL weißer Sesam
1 EL schwarzer Sesam
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer, etwa daumengroß
100 gr. wilder Pak Choi oder 2 kleine Pak Choi
1 EL Honig
2 EL Sojasauce
Sesamöl
Salz

Die Thunfischsteaks portionieren und leicht salzen. Den Sesam in einem tiefen Teller mischen und den Thunfisch von allen Seiten darin wälzen.

Knoblauch und Ingwer schälen und in feine Würfel schneiden. Die Pilze zerteilen und den Pak Choi putzen. Honig und Sojasauce verrühren.

Das Sesamöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Thunfischsteaks von beiden Seiten darin anbraten. Der Sesam soll schön geröstet sein. Den Fisch herausnehmen und beiseite stellen.

Im restlichen Öl Knoblauch und Ingwer anbraten, dann die Pilze zugeben und alles leicht salzen. Das Gemüse durchschwenken und den Pak Choi dazugeben. Kurz anbraten und dann mit mit der Honig-Sojasaucen-Mischung ablöschen. Etwas einkochen lassen.

Das Gemüse auf Teller geben. Die Thunfischsteaks schräg durchschneiden und auf das Gemüse setzen. Sofort servieren.




Sonntag, 25. Januar 2026

fine dining in München: Jens Madsen in THE CLOUD by Käfer

Viele Jahre kochte Bobby Bräuer in der BMW-Welt im Gourmet-Restaurant Esszimmer sehr erfolgreich. Er war mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet und war auch für das kulinarische Konzept der anderen Restaurants im Haus verantwortlich. Ende 2024 ging er in den wohlverdienten Unruhestand und hat nun Zeit für seine eigenen kulinarischen Projekte.

Feinkost Käfer als Betreiber des Restaurants und BMW als Hausherr entschieden, dass etwas völlig Neues entstehen sollte. Das Restaurant wurde geschlossen und einige Monate umgebaut. Als neuer  Küchenchef wurde Jens Madsen, der ehemalige Sous-Chef von Bobby Bräuer, berufen. Geboren in Dar es Salaam und aufgewachsen im Chiemgau bringt er alles mit für eine kreative, weltoffene Küche. 

Und das ist das Konzept des neuen Restaurants THE CLOUD. Hier werden Länderküchen, die nicht so bekannt sind, auf ein fine-dining-Niveau gebracht. Während der Umbauzeit im Restaurant konnte man im Pop-Up A Nomads Path bereits einen ersten Eindruck gewinnen. Uns hat es besonders gefreut, dass die afrikanische Küche im Fokus stand.

Anfang Dezember war es endlich so weit für unseren ersten Besuch. Da wir auf viele, sehr schöne Afrika-Reisen zurückblicken können und auch die Küche schätzen, waren wir ganz besonders gespannt, was uns erwartet. Ich kann es schon vorwegnehmen, es ist ein Gesamt-Konzept, dass über einen ganz normalen Restaurant-Besuch hinausgeht.

Mona Röthig, die Restaurantleiterin, empfängt uns gleich charmant mit dem Aperitif und dem ersten Amuse. Von dort geht es weiter zu Jens, der das Konzept erklärt und besondere Zutaten vorstellt. Dann geht es ins Restaurant, direkt an den Pass, über dem passenderweise eine große Wolke schwebt. Das nächste Amuse wird direkt vor unseren Augen angerichtet und auch hier schmückt eine Wolke aus Zuckerwatte das Gericht.

So langsam realisieren wir auch die Neugestaltung des Restaurants. Es erinnert nichts an das alte Esszimmer. Das Ambiente ist sehr modern und großzügig gestaltet und es wird nie langweilig den Blick schweifen zu lassen. 

Auf das Menü waren wir sehr neugierig und es hat uns sehr begeistert. Für uns war es toll, da wir viele Zutaten und Gerichte aus Afrika kannten, wie es von Jens und seinem Küchenteam neu interpretiert wurde. Dazu gab es von den Sommeliers Luigi Pecchia und Ireneo Tucci eine spannende Weinbegleitung. Einige Gänge wurden mit einem kreativen Cocktail aus der Hand des Bartenders ergänzt. 

Die Kombination aus allem ist so stimmig, dass wir ein ganz besonderes kulinarisches Erlebnis hatten. Wir sind schon gespannt, welche Länderküche als nächstes im Fokus stehen wird und wir haben ein neues Lieblingsrestaurant in München. (Weitere Lieblingsrestaurants habe ich in dieser Liste gesammelt).


(Besuch vom 06.12.2025)

Besuch am 18. April 2025 im Pop-Up-Restaurant A Nomads Path






Morogo (Spinatsalat) im Pfeffertartelette
schwarze Walnuss | karamellisierte Sahne






Ingwerbaiser mit Lauchcrémeux
Oscietrakaviar | Schwarztee | Zuckerwatte




Gewürzkeks mit Bahjia | Rote Bete | Saure Sahne
Injeraschaum mit Doro Wot (konfiertes Huhn) | Wachtelei | Madagaskar-Limette


Pudding
Erdmandel | kaltgepresstes Rotes Palmöl | Magnolien | Haselnüsse | Egerlinge

Saibling von der Fischzucht Birnbaum
Grünkohl | Topinambur | Pap

Pumpkin Ember
Kürbis-Oleo | Kürbiskernöl | Maker's Mark Bourbon

Chiemsee Zander
Kürbis | Tamarinde | Piri Piri

Tea of Eden
Erdnussbutter-Milk Punch | Oolong Tee | Veritas Blanco Rum

Brochette vom Milchkalb
Junger Lauch | Cashew | Chapati


Huchen von der Kinsauer Mühle
Pfeffer-Vanille-Essenz | Biltong | N25 Kaviar


Niederbayerischer Ochsenschwanz
Schwarzwurzel | Trüffel aus dem Périgord | Fufu


Taube aus dem Burgenland
in Bienenwachs

Taube aus dem Burgenland
Bobotie | Udzungwa Schokolade | Pilze
Part 1

Taube aus dem Burgenland
Bobotie | Udzungwa Schokolade | Pilze
Part 2

Yuzu Cacao Cooler
Minze | Yuzu-Soda | Sake

Gewürzaubergine
Minze | Cassis | Hirse


Bananenbrot
Redmoon Apfel | Cape Malay Curry | Kokos

Schmalzgebäck Mandazi | Kardamom | Vanillecreme
Schokoladentartelette | Kumquat | Nougat | Kurkuma
Malzeis-Konfekt | Zuckerwatte