Das Restaurant liegt in der Altstadt von Andernach und nur ein paar Schritte davon habe ich das schöne kleine Hotel Stilvoll entdeckt. Andernach ist ein hübsches kleines Städtchen und ein paar Tage im Jahr herrscht Ausnahmezustand, da der Michelsmarkt zu Besuch kommt. Das ist eine bunte Mischung aus Volksfest, Kirmes und Markt und findet mitten im Herzen von Andernach statt. Wir haben natürlich einen Volltreffer gelandet und waren exakt an diesem Tag da. Mit viel Glück haben wir einen der wenigen Parkplätze bekommen, die es überhaupt noch gab. Das Parkhaus war geschlossen, da sich vor Ein- und Ausfahrt Stände befanden und auf den sonstigen Parkplätzen waren Fahrgeschäfte aufgebaut. Wir haben es trotzdem gut geschafft, mit unserem Koffer durch die Jahrmarkt-Stimmung zu kommen und durch den kurzen Weg von Hotel zu Restaurant war alles kein Problem. Zur Belohnung sind wir mit dem Riesenrad gefahren und hatten einen schöne Ausblick über die Stadt.
Sarah Henke ist geborene Koreanerin und wurde als Kind von deutschen Eltern adoptiert. Nach dem Abitur entschloss sie sich Köchin zu werden. Herausragende Station ihrer Wanderjahre war das Restaurant Aqua von Sven Elverfeld. Bereits im Restaurant Spices wurde ihre Küche mit einem Michelinstern ausgezeichnet und gleiches gilt für das YOSO. Gleich beim Betreten hat es mir besonders gut gefallen, wie unkompliziert alles ist. Das Restaurant ist eher schlicht und im asiatischen Stil gehalten. Der Service ist charmant und locker und die Karte ist total flexibel und kennt festgelegte Menüs nicht. Bei ihr gibt es verschiedene Sushi und Gerichte, die unter dem Motto "Reise durch die Elemente" oder "Sarahs Korea Reise" stehen. Alles kann man sehr frei zusammenstellen. Wir haben an diesem Abend mehrmals unterschiedliche Gänge gegessen und so kommt es zu dieser großen Auswahl an Fotos. Bei der Reise durch die Elemente arbeitet Sarah Henke mit ungewöhnlichen Aromen und orientiert sich an den vier Grundelementen Feuer, Wasser, Erde und Luft. Auf koreanisch bedeutet das YOSO. Im letzten Jahr unternahm Sarah Henke eine kulinarische Reise in ihr Heimatland Korea. Unter diesem Motto steht die zweite Hälfte der Karte. Über diese Reise mit vielen emotionalen Fotos, traditionellen Rezepten und Rezepten aus dem YOSO ist im Christian Verlag das sehr schöne Kochbuch "Sarah Henke. Korea" erschienen. (Die Rezension folgt noch)
Das Menü im YOSO gehört zu den Highlights unserer Reise. Die Gerichte waren geschmacklich großartig und boten eine wunderbare Abwechslung zur üblichen Aromatik in der Spitzengastronomie. Sehr dazu beigetragen hat auch die lockere Atmosphäre. Wir hatten den Eindruck, dass die Gäste gerne kommen und sich ungezwungen fühlen. Die Speisen auf der Karte wurden kreuz und quer bestellt und kombiniert. Da saßen Eltern mit Kind genauso am Tisch, wie eine Gruppe Freundinnen oder Pärchen. So sollte der Zugang zu Spitzengastronomie sein. Dann erreicht man auch ein anderes Publikum, als die bespöttelten "Gourmets". Schade, dass es von uns so weit weg ist, sonst wären wir öfter zu Gast.
Krabbenchips fermentiertes Gemüse Dim Sum auf Mangold Sushi |
JAKOBSMUSCHEL Kokos, Passionsfrucht |
YIN & YANG Reis, Granatapfel, Mango |
HIRAMASA Sashimi grüner Spargel, Sesam |
KABELJAU Gurke, Tamarinde |
FJORDFORELLE Spicy Fond, Shii Take |
SCHWEINEBAUCH BBQ Perilla, Ssam Jang |
MAISPOULARDE Karotte, Zitronen-Kokos-Fond |
LAMM Mais, Tikka Sauce |
ENTENBRUST koreanische Beilagen |
Sesameis |
CASHEW & AVOCADO Weiße Schokolade, Birne, Ingwer |
BEEREN & LITSCHI Eis, Granitée, Matcha |
Süßes zum Abschluss Und zum ersten Mal entschieden wir uns gegen Espresso und bevorzugten japanischen Whiskey und Sake |
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6. Ich verkaufe keine Daten, ich mache keine Auswertungen damit und ich lösche nichts. Ich lebe ein ganz normales Leben und habe Freude am Kochen und am Teilen meiner Erfahrungen. Für alles andere habe ich keine Zeit, keine Nerven und keine Erfahrung.